Bereitschaftspflege ist ein Angebot für Kinder, die kurzfristig einen sicheren Ort brauchen; meist Säuglinge, Kleinkinder oder Kinder im Vorschulalter in einer akuten Krisen- oder Gefährdungssituation. Oft muss es schnell gehen. Nach einer Anfrage des Jugendamts erfolgt die Aufnahme häufig innerhalb weniger Stunden oder Tage.

In einer Bereitschaftspflegefamilie finden Kinder für eine begrenzte Zeit Schutz, Versorgung und verlässliche Beziehungen, diese Zeit dient der Stabilisierung des Kindes und der Klärung seiner weiteren Perspektive.

Bereitschaftspflege ist dabei mehr als eine Unterbringung: Sie verbindet familiären Alltag mit fachlicher Begleitung, einer engen Abstimmung mit dem Jugendamt und einer sensiblen Gestaltung von Kontakten und Übergängen.

Eine Frau packt die Sachen eines neu angekommenen Kindes aus, im Hintergrund hält ein Mann ein Baby im Arm. Sinnbild für die Aufnahme eines Kindes in einer Bereitschaftspflegefamilie
Für welche Kinder

Für die Jüngsten, wenn es darauf ankommt

Unser Angebot richtet sich vorrangig an Säuglinge, Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter, in der Regel von 0 bis 6 Jahren. In begründeten Einzelfällen kann auch ein älteres Kind aufgenommen werden, wenn dies fachlich sinnvoll ist und zum Profil der Bereitschaftspflegefamilie passt.

Viele dieser Kinder haben Trennungs- und Belastungserfahrungen hinter sich. Sie brauchen vor allem einen Ort, der Sicherheit gibt: einen ruhigen, vorhersehbaren Alltag mit festen Bezugspersonen, die Halt geben, feinfühlig auf sie eingehen und ihre Entwicklung aufmerksam begleiten.

Typische Ausgangssituationen

  • Versorgung und Schutz sind im Zuhause vorübergehend nicht gesichert
  • Trennungs- und Belastungserfahrungen prägen die aktuelle Situation
  • Unsicherheiten in der Bindungsentwicklung
  • Hoher Bedarf an Sicherheit, Struktur und Co-Regulation
  • Die weitere Perspektive ist noch ungeklärt
Herkunftsfamilie

Die Herkunftsfamilie gehört dazu

Auch wenn ein Kind vorübergehend nicht zu Hause leben kann: Seine Eltern und seine Geschichte bleiben bedeutsam. Wir begegnen Herkunftsfamilien mit einer wertschätzenden Haltung, aus der Überzeugung, dass jedes Kind ein Recht auf seine Identität und seine Familie hat.

Umgangskontakte finden je nach Hilfeplanung wöchentlich oder mehrfach wöchentlich statt. Unsere Fachberatung organisiert sie, bereitet sie kindorientiert vor, begleitet sie und reflektiert sie anschließend, damit das Kind dabei größtmögliche Sicherheit und Stabilität erlebt.

„Herkunftsfamilien werden nicht abgewertet, sondern mitgedacht. Das Kind soll spüren dürfen, dass beide Familien auf seiner Seite stehen.“
Unsere Haltung bei STANDBY Leuchtfeuer

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